Kathrin Röggla liest aus ihrem Werk „Nachtsendung: Unheimliche Geschichten"

Montag, 16.03.2020, 19:00 Uhr | Stadscampus | Promotiezaal im Klooster van de Grauwzusters (Gebouw S) | Lange Sint-Annastraat 7

Kathrin Röggla ist eine der bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In ihren Romanen, Dramen und Essays setzt sie sich mit unserer krisenhaften Gegenwart auseinander, ihr Buch wir schlafen nicht gilt als die wichtigste literarische Reflexion der New Economy in deutscher Sprache. Für ihre Texte, in denen sie kritisch die gegenwärtigen Diskurse und ihre Sprechweisen seziert, erhielt sie bereits zahlreiche Literaturpreise und Poetikdozenturen.

Im Deutschcafé wird Röggla aus ihrer letzten Publikation Nachtsendung lesen. Darin erzählt sie in einer Reihe von ‚unheimlichen‘ Kurzgeschichten von EU- und G7-Gipfeln, Bürgerbeteiligungsforen und Klassentreffen, von den Problemen der Mittelklasse, von prekären Figuren, die sich in der globalisierten Welt nicht mehr zurechtfinden können. Helmut Böttiger bezeichnete das Buch für die SWR-Bestenliste als atemlose, hypergenaue Momentaufnahmen des konkreten deutschen Alltags.

Nach der Lesung wird Prof. Dr. Thomas Ernst (UAntwerpen) mit der Autorin über das Verhältnis von Literatur, Gesellschaft und Politik sprechen. Zudem wird die literarische Übersetzung zum Thema: Ein Vertreter des Übersetzerkollektivs wird aus dem Prozess der niederländischsprachigen Übersetzung des Textes berichten, die im Herbst 2020 bei “het balanseer” erscheinen und hier erstmals öffentlich präsentiert wird. Schließlich ist auch das Publikum eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Mehr Informationen zur Autorin: https://www.kathrin-roeggla.de/ und https://www.fischerverlage.de/autor/kathrin_roeggla/10596.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen bis zum 11.03.2020 unter deutschcafe@uantwerpen.be gebeten. Anfahrt: Sie finden einen Übersichtsplan des Stadtcampus, die Veranstaltung findet im Gebäude S (Grauwzusters, Lange-Sint-Annastraat 7) statt.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum Brüssel, der Katholieke Universiteit Leuven und dem Goethe-Institut. [Foto: (c) Karsten Thielker]