Social dialectology: the new substandard

Course Code :2006FLWTLD
Study domain:Linguistics and Proficiency
Academic year:2017-2018
Semester:2nd semester
Contact hours:45
Credits:6
Study load (hours):168
Contract restrictions: No contract restriction
Language of instruction:German
Exam period:exam in the 2nd semester
Lecturer(s)Tom Smits

3. Course contents *

- study of the “(regionale) Umgangssprache”

„In den vergangenen Jahren ist in der internationalen Linguistik eine Verlagerung des Forschungsinteresses dahingehend festzustellen, dass es nicht mehr nur die (basis)dialektalen Varietäten sind, die als Gegenstand einer allgemeinen Areallinguistik anzusehen sind, vielmehr ist der variierende Sprachgebrauch im gesamten Bereich der Standard-Dialekt-Achse, der verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Arbeiten gerückt ist. Konsequenterweise richtet sich das sprachwissenschaftliche Interesse sowohl auf die linguistische Struktur als auch auf die extralinguistischen Dependenzen standardsprachlicher und substandardsprachlicher Varietäten.“ (A. Lameli )

„Diglossische Spre­cher richten ihre Formulierungsstrategien […] nach dem ‚bi-polaren‘ Modell des Bilin­gualismus aus. Sie müssen sich zunächst für eine Grobzuweisung der Sprechsituation an einen Situationstyp entscheiden und danach grundsätzlich eine der Varietäten wählen, die dann in der Formulierung fortgeführt werden muss. Wird der Dialekt gewählt, kann er mit Hilfe der Dialektalisierung ‚fremden‘ Materials auch tatsächlich fortgeführt werden – in allen Themenbereichen. [...] Demgegenüber scheinen Sprecher in einer Dialekt-mit-Standard-Situation nach dem Modell der Registervariation zu formulieren, für die ‚Mischungen‘ typisch sind. Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Elemente der beteiligten Varietäten völlig frei mischen könnten, wohl aber, dass sämtli­che linguistische Ebenen ausgiebig zur Mischung beigezogen werden dürfen. Der ‚fle­xible Sprecher‘ ist schwächeren Kookurrenz-Restriktionen unterworfen, er ist von der Verpflichtung entbunden, seine Äußerungen durchgehend auf den einen oder andern Pol des Kontinuums auszurichten und kann sie mit Material beider Varietäten in jedem Ab­schnitt auf subtile Unterschiede des Formalitätsgrads zuschneiden.“ (W. Haas)

- partly theoretical, partly practical course on dialectal structure loss by means of selected literature and a case study