Taaldynamiek: dialectsociologie en modern streektaalonderzoek van het Duits

Studiegidsnr:2006FLWTLD
Vakgebied:Taalkunde en Taalbeheersing
Academiejaar:2019-2020
Semester:2e semester
Contacturen:45
Studiepunten:6
Studiebelasting:168
Contractrestrictie(s):Geen contractrestrictie
Instructietaal:Duits
Examen:2e semester
Lesgever(s)Tom Smits

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3. Inhoud *

D 
Nach dem Studium der Standardsprache Deutsch im Bachelor-Studium und (bestenfalls) auch der deutschen Dialekte soll in diesem Seminar jene Sprachvarietät studiert werden, die sich vermutlich im heutigen deutschen Alltag am häufigsten belegen lässt: die Umgangssprache. 
  
„In den vergangenen Jahren ist in der internationalen Linguistik eine Verlagerung des Forschungsinteresses dahingehend festzustellen, dass es nicht mehr nur die (basis)dialektalen Varietäten sind, die als Gegenstand einer allgemeinen Areallinguistik anzusehen sind, vielmehr ist der variierende Sprachgebrauch im gesamten Bereich der Standard-Dialekt-Achse, der verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Arbeiten gerückt ist. Konsequenterweise richtet sich das sprachwissenschaftliche Interesse sowohl auf die linguistische Struktur als auch auf die extralinguistischen Dependenzen standardsprachlicher und substandardsprachlicher Varietäten.“ (A. Lameli 2005,495 )
 
Diese “(regionale) Umgangssprache” ist durch strukturelle Unterschiede geographischer Art nicht überall gleich, aber ihre Entstehung ist schon gleichförmig, d.h. sie geht von dynamischen Sprachentwicklungen der Divergenz und Kon-/Advergenz zwischen Standard und Mundart.

„Diglossische Spre­cher richten ihre Formulierungsstrategien […] nach dem ‚bi-polaren‘ Modell des Bilin­gualismus aus. Sie müssen sich zunächst für eine Grobzuweisung der Sprechsituation an einen Situationstyp entscheiden und danach grundsätzlich eine der Varietäten wählen, die dann in der Formulierung fortgeführt werden muss. Wird der Dialekt gewählt, kann er mit Hilfe der Dialektalisierung ‚fremden‘ Materials auch tatsächlich fortgeführt werden – in allen Themenbereichen. [...] Demgegenüber scheinen Sprecher in einer Dialekt-mit-Standard-Situation nach dem Modell der Registervariation zu formulieren, für die kontinuierliche ‚Mischungen‘ typisch sind. Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Elemente der beteiligten Varietäten völlig frei mischen könnten, wohl aber, dass sämtli­che linguistische Ebenen ausgiebig zur Mischung beigezogen werden dürfen. Der ‚fle­xible Sprecher‘ ist schwächeren Kookurrenz-Restriktionen unterworfen, er ist von der Verpflichtung entbunden, seine Äußerungen durchgehend auf den einen oder andern Pol des Kontinuums auszurichten und kann sie mit Material beider Varietäten in jedem Ab­schnitt auf subtile Unterschiede des Formalitätsgrads zuschneiden.“ (Haas, Walter (2004): In: Christen, Helen (Hg.): Wien.)

Anhand ausgewählter Literatur und einer Fallstudie soll in dieser teils theoretischen, teils praktischen Lehrveranstaltung auf den dialektalen Strukturverlust infolge des zunehmenden hochsprachlichen Einflusses, den Schwund der (labilen) Diglossie und das Zustandekommen eines “neuen Substandards”* eingegangen werden (*  eine regionale Substandardvarietät, die eine Antwort sein will auf jüngere Sprachentwicklungen wie “Dialektabbau, Entstandardisierung und insbesondere Entdiglossierung” – K. Mattheier). Dieser neue Substandard ist in funktionaler Hinsicht schon vielerorts dabei, die Stellung des Dialekts einzunehmen.

NL
Na de studie van de standaardtaal Duits in de Bachelor en (in het beste geval) ook van de Duitse dialecten wordt in deze cursus de taalvariëteit bestudeerd die in het dagelijkse leven van het Duitsland van vandaag wellicht het frequentst voorkomt: de omgangstaal.
 
„In den vergangenen Jahren ist in der internationalen Linguistik eine Verlagerung des Forschungsinteresses dahingehend festzustellen, dass es nicht mehr nur die (basis)dialektalen Varietäten sind, die als Gegenstand einer allgemeinen Areallinguistik anzusehen sind, vielmehr ist der variierende Sprachgebrauch im gesamten Bereich der Standard-Dialekt-Achse, der verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Arbeiten gerückt ist. Konsequenterweise richtet sich das sprachwissenschaftliche Interesse sowohl auf die linguistische Struktur als auch auf die extralinguistischen Dependenzen standardsprachlicher und substandardsprachlicher Varietäten.“ (A. Lameli 2005,495 )
 
Deze “(regionale) Umgangssprache” is door structurele verschillen die geografisch geconditioneerd zijn niet overal dezelfde, maar de totstandkoming ervan is wel uniform, nl. uitgaande van dynamische taalprocessen van divergentie en con-/advergentie tussen standaard en dialect.

„Diglossische Spre­cher richten ihre Formulierungsstrategien […] nach dem ‚bi-polaren‘ Modell des Bilin­gualismus aus. Sie müssen sich zunächst für eine Grobzuweisung der Sprechsituation an einen Situationstyp entscheiden und danach grundsätzlich eine der Varietäten wählen, die dann in der Formulierung fortgeführt werden muss. Wird der Dialekt gewählt, kann er mit Hilfe der Dialektalisierung ‚fremden‘ Materials auch tatsächlich fortgeführt werden – in allen Themenbereichen. [...] Demgegenüber scheinen Sprecher in einer Dialekt-mit-Standard-Situation nach dem Modell der Registervariation zu formulieren, für die kontinuierliche ‚Mischungen‘ typisch sind. Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Elemente der beteiligten Varietäten völlig frei mischen könnten, wohl aber, dass sämtli­che linguistische Ebenen ausgiebig zur Mischung beigezogen werden dürfen. Der ‚fle­xible Sprecher‘ ist schwächeren Kookurrenz-Restriktionen unterworfen, er ist von der Verpflichtung entbunden, seine Äußerungen durchgehend auf den einen oder andern Pol des Kontinuums auszurichten und kann sie mit Material beider Varietäten in jedem Ab­schnitt auf subtile Unterschiede des Formalitätsgrads zuschneiden.“ (Haas, Walter (2004): In: Christen, Helen (Hg.): Wien.)

Aan de hand van geselecteerde literatuur en een case study wordt in deze deels theoretisch, deels praktische cursus ingegaan op het dialectale structuurverlies t.g.v. de toenemende invloed van de standaardtaal, het verdwijnen van de (labiele) diglossie en het ontstaan van een “nieuwe substandaard” (d.i. een regionale substandaardvariëteit die een antwoord wil zijn op de recentere taalontwikkelingen, t.w. “Dialektabbau, Entstandardisierung und insbesondere Entdiglossierung” – K. Mattheier). Deze nieuwe substandaard is in functioneel opzicht al op vele plaatsen begonnen de positie van het dialect in te nemen.